Kronplatz - Projekt Ried
Posted on | Juni 24, 2009
Die Landesregierung hat beschlossen. Die Piste und die Anlage werden in den Skipistenplan des Landes eingetragen. Somit kann das Skigebiet Kronplatz sinnvoll an die Eisenbahn angebunden werden. Dies ist der erste Schritt zu einer “Skiregion Pustertal”, welche den positiven Nebeneffekt haben dürfte, dass es künftig wohl nur mehr einen Tourismusverband in der Region geben wird.
Pierre Gagnaire: Frankreichs bester Koch?
Posted on | Juni 23, 2009
Mag sein, dass mein Geschmack und meine Kompromissbereitschaft langsam nachlässt, aber ich konnte mich an Pierre Gagnaire’s Küche nicht begeistern.
Bereits die Amuse-Bouche waren so kontrastreich im Geschmack, dass ich sie nur störend empfand. Der „Thon Rouge“ war spezial aber nur viel zu wenig davon. Der „truffes blanches d’été“ war so dick geschnitten, dass man meinte in eine Kartoffel zu beißen. Abgesehen davon hatte er kaum Geschmack. Der Rest war ein Mix von 6-8 Geschmäckern pro Teller, und jeder Geschmack war so unnatürlich konzentriert, dass es einen fast umgehauen hat.
Das “pièce de veau” zum Schluss war verkocht. Das Schlimmste war das “Biscuit de Roquefort, mit Lait de Brebis und Wurtz au Citron”. Der Roquefort war als solcher großartig aber in dieser Kombination war er nur „dégueulasse“ wie die Pariser sagen. Der Nachtisch: Kandierte Früchte: Scheußlich. Ein Schokomuss-Törtchen mit eine großartigen Schokomusscreme aber leider in Kombination mit zwei weiteren Kremen die sich total überschlagen haben. Und das ganze für € 265. Wenn dass die Küche der Zukunft sein soll, dann bin ich ab nun ein erklärter Konservativer!
Das lob ich mir den Heinz Winkler und das “El Bulli” von Ferran Adrià war zumindest Mitte der 90er Jahre geradezu ein Gedicht dagegen.
Wahrscheinlich aber liebe ich die italienische und südtiroler Küche mit ihren klaren Geschmäckern zu sehr.
http://www.pierre-gagnaire.com/index-fr.htm
Kronplatz Projekt Ried
Posted on | Dezember 19, 2008
Es erstaunt mich, wie leichtfertig Mitbürger ihre Unterschrift gegen ein Projekt abgeben, welches den Forderungen der Ökologen (UVP-Beirat) und Verkehrsexperten entspricht. Ich habe ein bisschen Verständnis für den opportunistischen Projekt-Gegner, der unter Umständen eine Einbuße aufgrund der Verlagerung der Gästeströme zu erleiden glaubt. Ich hab auch noch etwas Verständnis für den tiefgläubigen Ökologen, dem jeder gefällte Baum physischen Schmerzen bereitet. Ich habe aber kein Verständnis für die Mitmenschen, die sich nie Gedanken gemacht haben, woher das Geld kommt, aus dem sich unser aller Wohlstand begründet.
Dass für die Umsetzung des Vorhabens auch Bäume geopfert werden müssen, ist verständlich. Dies scheint mir aber nicht dramatisch, wenn man weiß, dass der Waldbestand im Pustertal zur Zeit den Maximalstand seit der Landnahme im Mittelalter aufweist. So viel Wald wie wir heute im Pustertal vorfinden, gab es seit 700 Jahren nicht. Die geopferten 20 Hektar entsprechen genau dem jährlichen Waldzuwachs; und aus ökologischer Sicht ist die Frage der Reversibilität ebenfalls gänzlich geklärt.
Das Projekt Ried kostet über 30 Millionen Euro. Mich würde es nicht wundern, wenn bei der nächsten Vollversammlung der 550 Seilbahnaktionäre beschlossen wird, dass künftig nur noch die notwendigsten Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden und der gesamte Gewinn in irgendwelche Auslandsimmobilien fließen soll. Dass dieses Geld nicht im Kreislauf der Südtiroler Wirtschaft verbleibt, muss uns klar sein.
An dieser Stelle muss daran erinnert werden, dass die Kronplatz Seilbahn AG seit ihrer Gründung nur symbolische Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet hat. Das Geld ging immer in die Modernisierung der Infrastrukturen. Von meiner Arbeitserfahrung in verschiedenen Tourismushochburgen in Österreich und der Schweiz kann ich von einigen Fällen berichten, wo alljährlich hohe Dividenden an die Aktionäre ausbezahlt und die nötigen Modernisierungsmaßnahmen auf der Strecke blieben. Den Skigebieten mit den umliegenden Ferienregionen ist dies zum Verhängnis geworden. Nur die Zusammenschlüsse und Kapitalaufstockungen seitens der Banken konnten vielerorts den Fortbestand mehr schlecht als recht garantieren.
Die Kronplatz Seilbahn AG ist heute ein gesundes Unternehmen, welches auch in Zukunft durch die Anbindung an die Eisenbahn anderen Skigebieten voraus sein will, um im härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können.
Ich darf noch an zwei Dinge erinnern: Hätte es die Pioniere nicht gegeben, welche an das Projekt Kronplatz geglaubt haben, wäre die Bettenkapazität sowie die direkte und indirekte Wertschöpfung aus dem Tourismus um wohl mehr als 50 Prozent geringer als heute. Mindestens 6.000 Arbeitsplätze würden im Winter allein in der Ferienregion Kronplatz wegfallen. Die Steuerabgaben generiert durch die Arbeitsplätze bei den Seilbahnen, in Beherbergungsbetrieben, bei Handwerkern, Kaufleuten und Dienstleistern, sprich all jener, die am Tourismus verdienen, gehen in den Landestopf und dieser bezahlt auch die Gehälter zahlreicher Pustertalerinnen und Pustertaler.
Durch dieses Vorhaben wird über die Eisenbahn eine direkte Verbindung zwischen den beiden wichtigsten Skigebiete des Pustertal – Helm und Kronplatz – geschaffen. Es ist der erste richtige Schritt zur Verwirklichung eine Ganzjahresferiendestination Pustertal, welche dem Gast und den Einheimischen im Winter und im Sommer die uneingeschränkte Nutzung sämtlicher Angebote durch die öffentlichen Verkehrsmittel bietet. Dies entspricht genau den Forderungen der Verkehrsexperten, den Wünschen der Gäste – und gewährleistet eine nachhaltige Entwicklung der Region.
Südtirol - Tourismus Management Club
Posted on | September 24, 2008
Der Tourismus Management Club der Freien Universität Bozen - Sitz Bruneck, organisiert in diesem Jahr wieder interessante Podiumsdiskussionen zu den unten angeführten Themen: Die Veranstaltungen finden im Raiffeisenforum der Raiffeisenkasse von Bruneck statt. Der Eintritt ist frei. Vergl. http://tmc.suedtirol.org.
Montag, 03. November
Urlaub auf dem Bauernhof
Erfolgsmodelle & Zukunft
Montag, 01. Dezember
Sind Tourismusleitbilder/Ortsleitbilder ein effizientes Planungsinstrument?
Erfahrungen aus der Praxis
Montag, 19. Jänner
Kulturmanagement: Neue Wege in der Gestaltung und Führung von Museen
Montag, 02. März
Der Effekt von Sportgroßveranstaltungen
Olympische Winterspiele in den Dolomiten?
Montag, 30. März
Die Kultur des Reisens und Verweilens in Südtirol
Mainstream oder Avant-garde?
Montag, 20. April
Essen und Trinken in Südtirol
Wie gut sind unsere Produkte wirklich?
Montag, 11. Mai
Demografischer Wandel und Tourismus
Consumer Behavior in Tourism
Posted on | September 2, 2008

Vom 11. bis zum 13. Dezember 2008 findet an Universitätssitz der Freien Universität Bozen in Bruneck ein Symposium zum Thema
Consumer Behavior in Tourism Symposium 2008 (CBTS 2008)
statt. Die Organisation obliegt den Kompetenzzentrum TOMTE (Tourism Management and Tourism Economics) der Wirtschaftsfakultät der Freien Universität Bozen.
Die Themenschwerpunkte:Theoretische, methodische und praktische Fortschritte in der Analyse des Kundenverhaltens im Tourismussketor.Die Keynote speakers sind:
Perry Hobson : “Consumer behavior in tourism: Research trends and future directions” Director of The-ICE, Australia. Southern Cross University, School of Tourism and Hospitality Management, Lismore, Australia
Bozidar Klicek : “Using mobile technology in tourism”
University of Zagreb, Faculty of Organization and Informatics, Varazdin, Croatia M. Joseph Sirgy : “Tourism and well-being: A consumer behavior perspective” Virginia Polytechnic Institute & State University, Department of Marketing, Pamplin College of Business
Lindsay W. Turner: “A conceptual model of tourism consumer behavior”
Victoria University, School of Applied Economics, Melbourne, Australia
Werner W. Wittmann : “Event-Evaluation in tourism”
University of Mannheim, Department of Psychology II, Mannheim, Germany
Weitere Infos unter: http://www.cbts2008.unibz.it
Südtirols Gäste auf Kurzurlaub
Posted on | August 11, 2008
In der Woche um den 15. August, gibt es in Südtirol überall noch freie Zimmer und konsumiert wird auch weniger und die Aufenthaltsdauer reduziert sich dramatisch. Mail-Anfragen für zwei Nächte um Ferragosto hat es früher nicht gegeben. Jeder wusste dass nur die ganze Woche vermietet wird. Wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Benzinpreise, hohe Inflation schüren die Angst vor dem Verreisen.
Kurzurlauber bedeutet, mehr Akquiseaufwand, höheren Büroaufwand, mehr Reinigungspersonal und das Risiko auf leere Betten unter der Woche. Ob und wo die Formel aufgeht, wird die Zukunft zeigen.
