Alpine Wellness, wohin denn?
Posted on | Dezember 24, 2007
Der kleinste gemeinsame Nenner der alpinen Wellnessszene, sind die Berge, namentlich die Alpen. An Alpenspezifischem, sieht man von ein paar Latschenkiefer-Aktionen, Rindsfilet im Bergheu, Bauernbäder und gewiss doch noch einiger erwähnenswerter Differenzierungen zu Ayurveda & Co. ab, mangelt es.
Wie können und müssen wir uns differenzieren von den halb so teuren Wellness-Tempeln in Ungarn und Ostösterreich, in Ägypten und Dubai, auf Goa und Bali?
Neben der Qualitätskriterien einiger Hotelkooperationen und den selbst auferlegten Differenzierungskuren einiger lobenswerter Gastwirte, weiß man nichts Genaues. Ein EU-Projekt namens „Alpshealthcomp“ versucht hier etwas Klarheit zu schaffen: „…Ziel des länder- und branchenübergreifenden EU Projektes ist es, ein kompetentes Netzwerk zu schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Alpenraumes als alpine Gesundheits- und Wellnessdestination nachhaltig zu stärken. Die Gemeinschaftsinitiative Alpine Space bietet durch die Vernetzung von Gesundheit und Tourismus die Möglichkeit, die Wertschöpfung des Alpenraums insgesamt zu verbessern und die Konkurrenzfähigkeit auf dem Gebiet der alpinen Gesundheit und des Wohlbefindens für Körper und Seele zu stärken…“. Projektende: Ende Februar 2008. Details unter http://www.alpshealthcomp.org/. Ein Schritt in die richtige Richtung ist das allemal.
Die medizinischen Auswirkungen von Alpenkräutern auf den menschlichen Körper kennt man aus der heimischen Volksmedizin. Warum genau sie wirken, in welcher Kombination und Konzentration mit anderen Kräutern sie welche Effekte haben, das wäre doch ein Forschungsthema für ein ganzes Forschungszentrum, einer ganzen Forschergeneration. Und eine Existenz für eine wohlwollenden, sanften, vielleicht einheimische Pharmaindustrie. Wenn hier intelligent umgesetzte Forschungsergebnisse aus dem Gesundheitsbereich mit dem Territorium verknüpft werden und der Link zur Wellness-Szene geschafft wird, dann sähe ich unsere Alpine-Wellness-Positionierung etwas gelassener. Und in den Amazonas fahren um besondere Kräuter suchen bräuchten wir auch nicht mehr!
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