Südtirol Blog

Südtirol-Tourismus-Gedanken

Südtirols Schutzhütten gerüstet für die Zukunft?

Posted on | April 11, 2008

Südtirol Schutzhütte Alpenverein 

Sie sind oft hundert Jahre alt oder auch jünger. Aber immer von der Bergsteigertradition der Jahrhundertwende geprägt. Südtirols Schützenhütten, CAI- oder Alpenvereinshütten,  sind der Vergangenheit verpflichtet. Aber nicht nur die Südtiroler Schutzhütten, sondern auch sämtliche Schutzhütten im Alpenraum.
Mit dem Geschäftsmodell dem Bergsteigern ein Dach übern Kopf und eine warme Mahlzeit zu bieten hatte man mehr als 100 Jahre Erfolg und viele der Hütten haben es auch heute noch.

Einige und immer mehr Hütten kämpfen aber mit der Existenz.

Ist die klassische Hüttenidylle mit der Gitarre an der Wand und der Erbsensuppe mit Würstel zeitgemäß? Haben die Gäste und Einheimischen überhaupt noch Zeit und Lust dort oben in den Matratzenlager zu nächtigen oder bevorzugen sie das Hotel oder das Wohnmobil im Tal und ziehen die Tagestouren vor?
Müssen wir hier die Zielstellung der Hütten - einiger zumindest - nicht völlig in Frage stellen, von der Tradition absehen und Sie unter dem Blickwinkel des neuen Gast, unter dem Blickwinkel des Zeitgeist betrachten und sie u.U. einer neuen Funktion oder zumindest einer neuen Qualität zuführen und sie einzelnen Marktsegmenten anpassen?  Brauchen wir:
 
die Berghütte für Asthmatiker?
die Berghütte für Esoteriker?
die Berghütte für Spitzensportler?
die Berghütte für Trinkkuren?
die Berghütte für Amateur-Geologen?
die Berghütte für Hobby-Meteorologen?
die Berghütte als Ort der Therapie?
die Berghütte als Kraftort?
die Berghütte als Angebotskombination: Anfahrt, Führung, Lernen, Erfahren, Sicherheit?…

Angedacht soll diese Thematik in Rahmen eines internationalen „Alpine Space“ Projekt werden. Werde darüber berichten.

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Vorträge in Südtirol: Nachhaltige Tourismusentwicklung im Himalaya

Posted on | April 6, 2008

Himalaja und Südtirol

Armut, Hunger, Umweltkatastrophen, Diskriminierung und Kriege prägen die Realität der Menschen in den Ländern am Dach der Welt. Der Kommunikationswissenschaftler Prof. Kurt Luger ist ein profunder Kenner dieser Länder und deren Menschen.

Er wird am Donnerstag, 10.11.2008 um 20 Uhr in der Aula Magna an der Freien Universität Bozen - Sitz Bruneck zum Thema: “Vereiste Berge: Kultur, Tourismus und Entwicklung im Himalaya” referieren. Am Freitag, wird dieser Vortrag in der EURAC wiederholt.

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Bewußtseinsbildung oder mit der Armut Geld verdienen?

Posted on | März 31, 2008

Slumtourismus      

Wenn Tourismus, neben Erholung und Flucht aus dem Alltag, auch eine seriöse Plattform bietet auf der Erfahrungen und neue Einsichten zugelassen werden, dann sympathisiere ich mit dem Slumtourismus, wie er in Delhi, Rio oder Soweto angeboten wird.

Handelt es sich um reinen Voyeurismus bzw. reality show, dann ist so was sicherlich verächtlich und bedenklich.                                           

Die für mich wichtigste Erkenntnis aus diesen Tourismusformen ist aber, dass Touristen bereits sind Geld zu bezahlen, für alles was sie aus TV, Radio, Zeitung und Büchern kennen, was sich von ihrer Realität unterscheidet und stark emotionsgeladen ist.  Darauf lässt sich gut aufbauen.

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Tourismus strahlt weiter als man denkt

Posted on | März 29, 2008

Geschäfte in Bruneck

Hab die Zahl vor einigen Tagen erstmals gehört. Brunecks Geschäfte generieren ca. 30% ihres Umsatzes durch die Touristen. Ich kenne leider die Streuung des Touristenumsatzes nicht, aber vorsichtig kann geschätzt werden: Gäbe es diese Touristen nicht, könnten 50% der Geschäfte schließen, 50% weniger Miete verlangt werden und der Immobilienwert der Geschäfte würde um 50% sinken.

Grund für alle genug darüber nachzudenken, wie die Rahmenbedingungen für den Tourismus in Bruneck, und nicht nur in Bruneck, verbessert werden können. Das Interesse und die Verantwortung liegen wohl nicht nur bei den Gastwirten und der Seilbahn. Tourismus geht uns alle an!

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Familienhotels, Ferienhotels und die Anpassung an die Zukunft

Posted on | März 29, 2008

Patchwork Family 

Mama, Papa mit ein oder zwei Kinder. So setzt sich eine Standardfamilie in Europa zusammen, denkt man. Allein in Deutschland liegen die offiziellen Zahlen der Alleinerzieher bei 21%, in den Agglomerationen noch viel höher. Zu den Alleinerziehern kommen noch die Pflegefamilien, SOS-Kinderdorf-Familien, Stieffamilien und die zahlreichen Patchwork-Familien. 9% der Kinder in Dtl. stammen aus letzteren.

Die Gästestruktur und auch die Angebotsstruktur sind im Wandel begriffen und müssen neu definiert werden. Die klassischen Internet-Portale der Ferienhotellerie - und nicht nur sie - sind für diese neuen Familienkonstellationen meist überfordert.

Drei-Generationen-Urlaub, Patchwork-Family-Urlaub, Multi-Alleinerzieher-Familienurlaub, Alleinerzieher/eigenen Kindern/Freunden-der-Kinder-Urlaub, Großmutter-mit-Enkelkind-Urlaub usw. 

Sie alle haben ganz spezielle Bedürfnisse und innerhalb der Gruppe oft unterschiedliche Erwartungshaltungen in Bezug auf das Essen, Essenszeiten, Betthöhen, Lautstärke, Animation, Ruhe, Abendprogramm, Zimmerkonstellationen, u.v.a.m.

Der Kreativität auf der Angebotsseite sind keine Grenzen gesetzt.

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Südtirols privatisierte Tourismusvereine und das fehlende Geld

Posted on | März 25, 2008

Tourismusverein Südtirol 

Kaum ein TV-Direktor oder -Präsident jammert nicht.
Seit der Privatisierung schrumpft die Zahlungsbereitschaft und die Anzahl der Mitglieder und somit auch die Budgets der Tourismusvereine in Südtirol.

Warum bezahlen einige Mitglieder und warum andere nicht? Oder anders gefragt, was müsste der TV leisten, damit man Mitglied würde?  Ist es ein Problem der Sensibilisierung oder des nicht ersichtlichen Nutzens. Oder belasten die Steuern schon zu sehr, oder…?

Jedenfalls zahlen die Wirtschaftstreibenden nicht oder viel zu wenig oft oder viel zu oft nicht.

Die Präsidenten stellen selten die Berechtigungsfrage für ihren Tourismusverein. Öfters wird gefragt, ob denn nicht der Tourismusverband aufgelöst werden und diese Gelder den Vereinen zugestanden werden sollten.

Wenn die Aufgaben des Tourismusvereins die Verschönerung, die Information der Gäste und die Animation/Veranstaltungen, das Betreiben von Freizeitinfrastrukturen sind, dann frag ich mich, wieso das nicht einfach durch die Gemeindekassa mit Beteiligung des HGVs finanziert wird. Somit wäre das Problem der Trittbrettfahrer gelöst und das Problem der Tourismusvereine allgemein. Bleibt natürlich nach wie vor die Trägheit der Entscheidungsprozesse. Aber lieber ein gerechtes Geld als ungerechtes und davon viel zu wenig. Und wenn’s die Organisation nicht gleich in die Gemeindeverwaltung einverleibt wird, dann sollten zumindest die Gelder über die Schiene Land-Gemeinde fließen und mit entsprechenden Leistungskonventionen besiegelt werden.

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