Pierre Gagnaire: Frankreichs bester Koch?
Posted on | Juni 23, 2009
Mag sein, dass mein Geschmack und meine Kompromissbereitschaft langsam nachlässt, aber ich konnte mich an Pierre Gagnaire’s Küche nicht begeistern.
Bereits die Amuse-Bouche waren so kontrastreich im Geschmack, dass ich sie nur störend empfand. Der „Thon Rouge“ war spezial aber nur viel zu wenig davon. Der „truffes blanches d’été“ war so dick geschnitten, dass man meinte in eine Kartoffel zu beißen. Abgesehen davon hatte er kaum Geschmack. Der Rest war ein Mix von 6-8 Geschmäckern pro Teller, und jeder Geschmack war so unnatürlich konzentriert, dass es einen fast umgehauen hat.
Das “pièce de veau” zum Schluss war verkocht. Das Schlimmste war das “Biscuit de Roquefort, mit Lait de Brebis und Wurtz au Citron”. Der Roquefort war als solcher großartig aber in dieser Kombination war er nur „dégueulasse“ wie die Pariser sagen. Der Nachtisch: Kandierte Früchte: Scheußlich. Ein Schokomuss-Törtchen mit eine großartigen Schokomusscreme aber leider in Kombination mit zwei weiteren Kremen die sich total überschlagen haben. Und das ganze für € 265. Wenn dass die Küche der Zukunft sein soll, dann bin ich ab nun ein erklärter Konservativer!
Das lob ich mir den Heinz Winkler und das “El Bulli” von Ferran Adrià war zumindest Mitte der 90er Jahre geradezu ein Gedicht dagegen.
Wahrscheinlich aber liebe ich die italienische und südtiroler Küche mit ihren klaren Geschmäckern zu sehr.
http://www.pierre-gagnaire.com/index-fr.htm
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