Südtirol im Klimawandel?
Posted on | Januar 14, 2008
Es ist schwierig verbindliche Klimamodelle für die Zukunft zu entwerfen und diese für die alpinen Regionalplanung einzubeziehen. Die Wetterkomponenten sind hoch variabel. Die große Unbekannte sind die Sonnenprotuberanzen bzw. Sonnenwinde und die Ozeane bzw. die Aufnahmefähigkeit der Ozeane an CO2. Oder wie es Klimatologe Prof. Fliri von der Universität Innsbruck immer zu sagen pflegte: „Das Klima ist eine dreidimensionale Realität mit vielen Variablen und zahlreichen Unbekannten. Nach der menschlichen Psyche ist es wohl das komplexeste was wir Menschen erforschen können.”
„Bio-Skigebiete” (Bsp. Skigebiet Unterberg, 60 km von Wien entfernt) mit so ganz ohne Kunstschnee, können wir uns in Südtirol wohl nicht leisten. Skifahren ist eine Industrie so wie die Obstwirtschaft, die beregnen bzw. beschneien muss, um die Ernten zu gewährleisten. Mit Alternativprogramme wie Eseltrekking, Ballonfahrt und Lamareiten können wir nicht alle Winterbetten in der Region belegen und 10 Mio. Winternächtigungen generieren.
Also was tun? Angst haben und hoffen? Verzweifelt Alternativen zum Wintersport suchen? Kostengünstigeren und besseren Schnee erzeugen? Bei höheren Temperaturen Schnee erzeugen?
Die Diskussion ist eröffnet.

Februar 13th, 2008 @ 20:52
[…] Die CO²-Abgabe finde ich einen Bluff und ein unmittelbarer CO²-Stop ist nicht realistisch. Zudem kommen noch die vielen Unbekannten und Variablen die den momentanen Trend auch wieder kippen lassen. Wenn der Klimawandel in der von einigen vorhergesagte Weise eintritt (vergl. http://ngm.nationalgeographic.com/ngm/0706/feature2/), rutschen uns die Hänge entgegen (Permafrost…) und in den tieferen ursprünglich Winterregionen macht es keinen Unterschied ob es bei plus 3° oder bei plus 8° braun/grau ist. Eine Matschlandschaft wäre es allemal. Und wie schon gesagt, sinnvolle Alternativen zum Wintersport in den Alpen hab ich bisher noch keine gehört (vergl. http://www.suedtirolblog.com/sudtirol-im-klimawandel/) […]