Südtirol - Sporttirol
Posted on | Dezember 27, 2007
Nirgendwo in Italien gibt es vergleichbare Sport- und Freizeitinfrastrukturen in einer solchen Dichte und Qualität wie in Südtirol. Und ich meine hier nicht unbedingt die Aufstiegsanlagen die auch Weltklasse sind, sondern vielmehr die Frei- und Hallenbäder, die Fußballplätze, Sprungschanzen, Eishallen, Eisschnelllaufpisten, Turnhallen und die Leichtathletik-Anlagen.
Diese Tatsache ist in der Zwischenzeit auch vielen Profi- und Freizeitvereinen in ganz Italien bekannt. Wohl nicht nur wegen des Geldes kommen Basket- und Fußballmannschaften der obersten Liga zum Sommertraining nach Südtirol. Wir Südtiroler halten aus touristischer Sicht ein Juwel in der Hand, welches größtenteils mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde aber nicht genügend ausgelastet ist.
Das Problem dabei scheint aber zu sein, dass die Verwaltungshoheit dieser Infrastrukturen auf unterschiedlichste Interessensgruppen verteilt ist: Die Gemeinde, der Eishockeyverein, der Fußballklub, der Schwimmclub, der Sportverein und häufig auch die Schulen vertreten ihre Eigeninteressen und fahren brav zum Montagtermin nach Bozen. Sie sehen die Struktur nicht als Teil eines großen Ganzen, sondern als Ihr Eigentum welches es zu hüten und zu verteidigen gilt.
Ich denke, es ist über mehrere lokale oder regionale Koordinierungsstellen machbar, zahlreiche Vereine welche sowohl im Sommer als auch im Winter oft verzweifelt nach geeigneten Trainingsstätten suchen, bestens zu befriedigen.
Der Nebeneffekt wäre, dass Südtirol aus der Sicht der Italiener die Sportregion werden könnte, ohne dass wir dafür viel tun müssten. Wir würden vor allem junge Leute ansprechen, die gewiss im Alter wiederkommen. Wir würden unsere Infrastrukturen besser auslasten um so die laufenden Betriebs- und Sanierungskosten decken zu könnten. Und wir würden zusätzliche Nächtigungen erzielen, die allerdings insbesondere im Low-cost-Bereich angesiedelt sein würden. Hier sehe ich allerdings mancherorts noch einen gewissen Bedarf an preisgünstigen Gruppenunterkünften.
Aber nicht nur klassischen Sportvereine sind eine Zielgruppe. Auch die in Freizeitvereinen organisierten und im 4S-Hotel logierenden grauen Panther sind potentielle Kunden für unsere hochwertigen Sport- und Freizeitinfrasturkuren.
Der Tourism Management Club diskutiert genau dieses Thema am 03. März 2008, im Raiffeisenform von Bruneck. Es lautet: “Sport- und Freizeitinfrastrukturen in Südtirol, Chancen durch eine professionelle Vermarktung”. Eine Veranstaltung die allen Gemeindevätern zu empfehlen ist die künftig die Strukturkosten die Anlagen übernehmen dürfen.
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